Material Modelle Zubehör Reste
Warenkorb
Artikel: 0 / 0,00 €
Versand: 0,00 €
Warenkorb anzeigen >>>
Tips und Tricks
Links
CAM Software
Versandkosten
AGB
Impressum



Zelebanu

Beschreibung
Zubehör
Bauanleitung

Übersicht:

Sicherheit:

Diese Bauanleitung beginnt aus guten Gründen mit ein paar Worten zum Thema Sicherheit:
Ein Zelebanu ist groß und fliegt gut motorisiert schneller als so manches Auto. Die Aufprallwucht kann dich und andere Personen schwer verletzen und beträchtliche Sachschäden z.B. an Autos, Dächern und Fenstern verursachen. Deshalb:
  • Halte den Flieger von Personen, Autos und Gebäuden fern!
  • Der Flieger ist für Combat (Luftkampf) nicht geeignet!
  • Lande den Flieger niemals in deiner Hand!

[Zurück zur Übersicht]

Einleitung

Der Bau eines EPP Nuris ist recht einfach und auch für Anfänger zu meistern. In dieser Bauanleitung beschreibe ich Dir meine eigene Vorgehensweise mit der du sicher und schnell zum Ziel kommst. Vieles lässt sich natürlich auch ganz anders machen.

Worauf muss ich beim Bau besonders achten?

  • Symmetrie: Nur ein schön symmetrisch gebauter Flieger fliegt auch anständig. Baue Dein Modell nach Möglichkeit auf einem ausreichend großen und aufgeräumten Tisch auf dem es eben aufliegen kann. Zur Symmetrieprüfung schaust du einfach von hinten auf die Endleiste der Flügel und vergleichst deren Abstand zur Tischoberfläche. Die Endleiste darf dabei nach aussen hin etwas ansteigen oder abfallen: wichtig ist jedoch, dass sie links und rechts dasselbe tut und nicht gebogen ist.
  • Kleben: EPP ist gegen fast alle Kleber chemisch beständig - für eine gute und auf Dauer haltbare Verbindung sind allerdings nur folgende Kleber geeinget:
    • Uhu Por: Uhu Por ist der ideale Kleber für Verbindungen zwischen 2 EPP Teilen. Verklebungen mit Uhu Por gehen schnell, sind sehr belastbar und bleiben dauerhaft elastisch. Trage den Kleber dünn auf und lasse ihn mindestens 10 Minuten ablüften, bevor du beide Teile zusammenpresst. Neben dem verkleben von Teilen ist Uhu Por ein sehr guter Haftvermittler für Klebebänder - dazu aber später mehr...
      Für die Verklebung von Holmen ist Uhu Por nicht übermässig gut geeignet.
    • Epoxid Harz: Epoxid Harz ist der universellste Kleber und prinzipiell für jede Verklebung am Flieger geeignet. Da die Verbindungen jedoch bedeutend spröder als bei Uhu Por sind, würde ich Epoxidharz nur in Ausnahmefällen zum verkleben von Flügelhälften verwenden.
    • Sekundenkleber eingedickt + Aktivator: Soll auch sehr gut gehen - habe ich aber selbst noch nicht ausprobiert.
  • Hitze: Wenn du zum bespannen des Fliegers Bügelfolie verwenden möchtest, empfehle ich dir dringend zuvor an einem EPP Stückchen die richtige Temperatur auszutesten, da das EPP schmelzen könnte. Das schrumpfen von Klebebändern mittels Heissluftgebläse ist meist unkritisch, da in aller Regel das Klebeband zuerst aufgibt ;-)
  • Lacke: EPP ist zwar gegen so gut wie jeden Lack chemisch beständig, doch so richtig abriebfest hält fast nichts darauf. Am geeignetsten sind hochwertige Airbrushfarben oder die Styropor Sprühfarben aus meinem Shop.
  • Schneiden: Für einen sauberen Schnitt benötigst du unbedingt ein scharfes Cuttermesser oder Skalpell. Stumpfe Klingen führen zu fürchterlich ausgefransten Schnittkanten.
  • Herstellung von Löchern und Schächten: Zeichne immer zuerst den Grundriss des gewünschten Schachtes auf. Anschließend gibt es einge ganze Reihe an Möglichkeiten das EPP entsprechend zu bearbeiten:
    • Skalpell und Zange: Diese Methode ist nur für Schächte geeignet, bei denen ein recht dicker Boden stehen bleiben soll oder aber komplett durch das EPP hindurch geschnitten wird. Schneide einfach senkrecht bis auf die gewünschte Tiefe mit einem Skalpell der aufgezeichneten Kontur entlang. Anschließend kannst du das EPP Stückchen für Stückchen mit einer Zange herausreissen - aber immer nur kleine Stücke!
    • Lötkolben: Mit einem Lötkolben lassen sich sehr einfach Schächte einschmelzen.
    • Kleinbohrmaschine mit Fräs oder Schleifstift
  • Behandlung der Flügeloberfläche vor dem versteifen und bepannen: Das Strappingtape und eventuell eingesetzte Bespanntapes halten nur dann auf der Flügeloberfläche, wenn diese zuvor mit einem Sprühkleber wie 3M "77" behandelt wurde. Wirklich perfekte Ergebnisse erhälst du wenn du die Flügeloberfläche mittels einer Spachtel oder Abbrechklinge hauchdünn mit Uhu Por einschmierst und eine halbe Stunde ablüften lässt. Danach haften Klebebänder derart fest, dass sie beim entfernen regelrecht EPP Kügelchen mitreissen.
  • Lagerung: Der fertige Nurflügel sollte immer auf einer ebenen Fläche gelagert werden - er beginnt sonst sich mit der Zeit dauerhaft zu verformen. Mit Klebeband bespannte Modelle dürfen im Sommer nicht im Auto / Gartenhäusschen etc. gelagert werden, da hohe Temperaturen zum schrumpfen der Bänder führen und den Flügel verziehen.

[Zurück zur Übersicht]

1.1 Ausschnitte für die Ruder und den Propeller

  1. Querruder: Diese Ruder liegen an den äusseren Enden des Flügels und werden unbedingt benötigt. Die Ausschnitte hierfür sind 4cm breit und mindestens 50cm lang. Kommen keine Wölbklappen zum Einsatz kann der Ausschnitt ruhig die vollen 1m der mitgelieferten Ruder lang sein.
  2. Wölbklappen: Wölbklappen können optional eingebaut werden, machen dann aber 2 weitere Servos notwendig. Sie helfen auf beengtem Raum zu landen und verbessern die Thermikflugeigenschaften etwas. Sie liegen möglichst weit innen und haben 5cm breite Ausschnitte.
  3. Propellerausschnitt: Dieser Ausschnitt ist nur dann nötig, wenn du Deinen Flieger später motorisieren möchtest. Er beginnt in der Fliegermitte, ist etwa 1-2cm breiter als dein Propeller und darf bis zu maximal 10cm tief geschnitten werden.
Achte auf einen sauberen, geraden Schnitt, da die Ruder sonst zum "schnappen" neigen, was wirklich nicht angenehm zu fliegen ist. Am leichtesten geht es mit einer sehr scharfen Klinge, die im flachen Winkel durch das Material gezogen wird.

Warum das Ganze? Kann ich die Ruder nicht einfach hintenanhängen?

  • Die Dicke des Profils an den Ausschnittkanten entspricht in etwa der Dicke des Ruders - dadurch werden unnötige Erhöhungen des Luftwiderstands vermieden.
  • Die Endleiste des Flügels ist viel zu dünn um die Kräfte der Ruder aufnehmen zu können.

[Zurück zur Übersicht]

1.2 Einkleben der Holme

Der Zelebanu benötigt unbedingt Holme um eine ausreichende Steifigkeit zum flatterfreien Fliegen zu erreichen. Mindestens ein 8mm Holm sollte eingesetzt werden - viel besser und sogar sturzflugtauglich sind die vorgesehenen 2x 8mm Doppelholme. Auf der Unterseite werden dazu zwei 100cm Holme eingebaut - auf der Oberseite reichen dann zwei 50cm Holme. Zum Verbinden der Holme sind Stahlstangen oder abgesägte Schrauben empfehlenswert. Alu würde ich persönlich nicht einsetzen, da es über kurz oder lang zum brechen neigt.

  • Bringe eine Fase an den Enden der Stahlstange an und schleife sie mit Bohrmaschine und Schleifpapier ab, falls sie etwas zu dick für die Holme sein sollte. Die Holme dürfen keinesfalls mit Kraft auf die Verbindungsstange geschoben werden, da sie sonst der Länge nach aufplatzen können!
  • Biege die Alu- oder Stahlstange im Schraubstock mit einem Hammer oder einer großen Zange mittig ab, so dass nach aufstecken der Holme diese in die Ausschnitte der Flügel passen. Biege niemals mit den Holmen als "Hebel" - die Rohre würden dir dabei fast zwangsläufig aufplatzen.
  • Streiche den Verbinder mit Epoxid Harz ein und schiebe die Holme auf.
  • Umwickle bitte die ersten ca. 7cm des Carbonrohres im Bereich der Verbindung stramm mit Rovings oder Nylonschnur + Epoxid Harz. Alternativ kannst du auch z.B. eine kurze Aluhülse (Rohr aus dem Baumarkt) aufschieben und verkleben. Gezogene Carbonrohre neigen ohne diese Maßnahme bei Abstürzen zum aufplatzen. Teurere, gewickelte Rohre haben dieses Problem nicht so sehr - sie sind aber aufgrund ihrer Faserorientierung bei weitem nicht so steif wie die günstigen, gezogenen Rohre. (Die Rohre aus meinem Shop sind alle gezogen)
  • Streiche den Boden der Holmausschnitte großzügig mit Epoxid Harz ein. Anschließend drückst du den Holm fest in seinen Ausschnitt - es sollte dabei etwas Epoxid Harz seitlich hervorquellen - falls nicht bitte mehr Kleber verwenden.
  • Der Holmausschnitt muss nicht verspachtelt werden - solange halbwegs sauber verklebt wurde hält das auch so. Die Bespannung deckt den Spalt später ab.

[Zurück zur Übersicht]

1.3 Einbau der RC Komponenten

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum Einbau der RC Komponenten - noch behindert keine Bespannung das Verlegen von Kabeln und Komponenten.

Einbau der Servos
  • Zuerst benötigen wir einen passenen Schacht für deine Servos. Zeichne dazu den Grundriss des Servos auf den Flügel - die Position sollte so gewählt werden, dass der Servohebel in etwa im Bereich des Ruderanfangs liegt und das Material an dieser Stelle möglichst dick ist. Um das Material anschließend herauszubekommen gibt es nun eine Menge Möglichkeiten:
    • Skalpell oder Cuttermesser: Eine der einfachsten, saubersten und auch optisch sehr schönen Methoden ist es den Grundriss komplett - möglichst senkrecht und sauber - mit einem Skalpell oder Cuttermesser auszuschneiden. Von dem ausgeschnittenen "Abfall" wird anschließend ein Stück so dick wie dein Servo abgeschnitten und der Rest einfach wieder in den Ausschnitt eingeklebt - fertig!
    • Skalpell und Zange:Diese Methode funktioniert erst einmal wie die oben - nur, dass der Grundriss lediglich bis zur benötigten Tiefe mit dem Skalpell eingeschnitten wird. Anschließend kannst du das EPP Stückchen für Stückchen mit einer Zange herausreissen - aber immer nur kleine Stücke!
    • Lötkolben: Mit einem Lötkolben lassen sich sehr einfach und schnell Schächte in den EPP Flügel schmelzen. "Megawattprügel" wie sie zum verlöten von Regenrinnen u.ä. verwendet werden solltest du aber lieber nicht verwenden - da ist sonst schnell mehr weggeschmolzen als du eigentlich möchtest ;-)
    • Kleinbohrmaschine mit Fräs oder Schleifstift Kleinbohrmaschinen mit Frässtiften bieten sich natürlich für diese Arbeit auch an - manche Fräser zieht es aber regelrecht ins Material hinein - Vorsicht!
  • Der Servoschacht darf ruhig einen mm zu eng ausfallen - dann wird das Servo schön festgeklemmt.
  • Kontrolliere vor dem Einbau die Stellung der Servohebel bei neutraler Steuerknüppelstellung und neutraler Trimmung! Sie müssen in Einbauposition senkrecht nach oben zeigen.
  • Die Befestigung des Servos für Segelflug kann mittels Servotape oder einem guten, doppelseitigem Klebeband mit Moosgummizwischenlage erfolgen (falls du den Schachtboden schön Eben gemacht hast). Wenn du mit Motor fliegst oder Flitschenstarts planst, empfehle ich dir allerdings das Servo richtig mit Epoxid Harz einzukleben. Idealerweise verpackst du das Servo zuvor in Schrumpfschlauch, so dass ein einfacher Schnitt durch diesen genügt um es später ohne Schäden an Servo oder Flügel entfernen zu können. (Kleiner Tip, falls du es "nackt" eingeklebt hast und es wieder ohne größere Flurschäden heraus bekommen möchtest: Schneide zuerst mit einem Cuttermesser oder Skalpell rings um das Servo herum. Du darfst dabei keinesfalls tiefer als das Servo selbst kommen - lieber etwas flacher und solltest direkt am Servogehäuse entlang schneiden. Nimm dann einen Flachschraubenzieher und steche mit diesem direkt neben dem Servo ein, so dass die Spitze des Schraubendrehers ca. 2-3mm tiefer als das Servo selbst liegt. Nun schlägst du so gegen den Schraubendreher, dass er das Servo heraushebelt. Geschwindigkeit ist dabei alles - wer zögert verliert - nur verletze dich dabei bitte nicht...)
  • Die Servokabel kannst du einfach in einen ca. 4-5mmm tiefen Schnitt hineindrücken - ein richtiger Kanal ist nicht notwendig. Die Klinge muss sehr scharf sein und sollte in einem flachen Winkel durch das Material gezogen werden.

Einbau der restlichen Komponenten Die restlichen Komponenten wie Empfänger und Akku können, müssen aber nicht zwangsläufig in den Flügel eingebaut werden. Neben dem hübscheren Aussehen sprechen vor allem auch aerodynamische Vorteile für einen Einbau - verwende aber möglichst kleine Komponenten, da der Platz begrenzt ist.
  • Schwere Komponenten wie die Akkus sollten so weit nach vorne wie möglich, da vorne meist ohnehin noch etwas Gewicht zum einstellen des Schwerpunktes benötigt wird. 3-4cm Abstand zu Nasenleiste sollten dennoch nicht unterschritten werden - zum einen sinkt dadurch das Verletzungsrisiko und zum anderen sind auch die Komponenten besser geschützt.
    Es ist strategisch sehr geschickt den Akku erst einmal draussen zu lassen - du kannst ihn dann auf dem Flügel hin und her schieben, bis du den idealen Schwerpunkt gefunden hast. Anschließend kannst du ihn dann einbauen und wirst vermutlich ohne weitere Trimmgewichte auskommen.
  • Schneide die Löcher nur so groß und tief wie nötig, um das Material nicht zu sehr zu schwächen.
  • Es ist für die Stabilität des Fliegers günstiger die Komponenten 2-3 cm links und rechts der Mitte anzubringen als hintereinander in der Mitte. Längliche Komponenten sollten quer eingebaut werden.
  • Denke daran, dass du deinen Akku irgendwie laden und den Empfänger ein und ausschalten können musst!
  • Schließe die Servos an den jeweils richtigen Kanal an, falls du später nicht mehr an die Stecker kommen solltest!
  • [Methoden zum Herstellen der Löcher gibts hier...]

[Zurück zur Übersicht]

1.4 Vorbehandeln der Flügeloberfläche

EPP hat leider die unangenehme Eigenschaft, dass kein Klebeband so richtig gut darauf klebt. Es ist nötig die Oberfläche der Flügel etwas "kontaktfreudiger" zu machen. Mein persönlicher Favorit ist es Uhu Por mit einer Spachtel oder Klinge hauchdünn aufzuspachteln und mindestens eine halbe Stunde liegen zu lassen. Wenn das Klebeband dann erst mal richtig angedrückt wurde lässt es sich von einer so präparierten Oberfläche nur noch unter herausreissen von EPP Partikeln wieder ablösen. Alternativ kann ein Sprühkleber wie 3M "77" oder Uhu Sprühkleber verwendet werden.


[Zurück zur Übersicht]

1.5 Versteifen mit Strappingtape


Durch die 8mm Doppelholme ist der Flügel bereits ausserordentlich biegesteif - doch Torsionskräften kann unser Flügel noch nicht so recht widerstehen. Um das zu ändern wird der Flügel mit unter 45° gekreuzten Strappingtapebahnen überzogen. Der Abstand zwischen den einzelnen Bahnen sollte bei ca. 5 bis maximal 10cm liegen. Ober- und Unterseite werden identisch beklebt - jedem Tape auf der Oberseite sollte direkt darunter ein Tape auf der Unterseite folgen.

[Zurück zur Übersicht]

1.6 Bespannen

  • Die Bespannung des Fliegers ist ganz Deinem Geschmack überlassen. Bewährt hat sich die Verwendung von Packbändern, die es bei mir auch farbig zu kaufen gibt. Achte beim verkleben lediglich darauf, dass sich alle Bahnen mindestens 5mm überlappen.
  • Falten können vorsichtig mit einem Heisluftgebläse geglättet werden - aber Vorsicht:
    • Durch das Schrumpfen des Bandes entstehen sehr starke Zugspannungen, die den Flügel deutlich verziehen können. Diese Eigenschaft kannst du dir bei einem schon zuvor verzogenen Flügel zunutze machen und durch gezieltes schrumpfen des Bandes die Tragflächen wieder richten - oder aber auch deutlich verschlimmbessern ;-) Grundsätzlich gilt: ist der Flügel nach oben verzogen Unterseite föhnen - und umgekehrt...
    • Bleibe nicht zu lange an einer Stelle und gehe nicht zu nahe an die Oberfläche heran um keine Löcher in das Band zu schmelzen!
  • Bläschen kannst du mit einer Stecknadel anstechen und mit dem Finger ausdrücken.
  • Es ist gerade für Anfänger sehr hilfreich oben und unten, sowie rechts und links farblich zu unterscheiden. Das hilft zum einen bei der Fluglagenerkennung und zum anderen wenn man auf sich zufliegt. Grund: wenn du auf dich zufliegst, bedeutet Steuerknüppel nach rechts, dass der Flieger von dir aus betrachtet nach links fliegt. Mit Tragflächen in unterschiedlicher Farbe kannst du dagegen anstatt in Richtung links an "in Richtung blau" denken - das hat zumindest mir am Anfang sehr geholfen.

[Zurück zur Übersicht]

1.7 Anscharnieren der Ruder


Vor dem anscharnieren der Ruder solltest du diese ebenfalls mit überlappenden Klebebandbahnen bespannen - das verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit und vermeidet ein abschälen des Scharnierbandes. Anschließend kannst du die Ruder mit ein paar quer zum Ruder verlaufenden Streifen Strappingtape wie im Bild oben gezeigt anscharnieren und den Spalt anschließend mit einem beliebigen Klebeband vollständig abdecken, so dass auch die Bespannung nicht mehr durch die Strappingtapestreifen verunstaltet wird. Es sollte mindestens je ein Strappingtape Streifen an den beiden Enden jedes Ruders angebracht werden - es verhindert durch seine Glasfasern ein einreissen der Verbindung. Bei meinem eigenen Flieger liegen die Spalte des Querruders unten und die der Wölbklappen oben. Achte darauf, dass die Ruder leichtgängig bewegt werden können und nicht von sich aus kraftvoll in bestimmte Positionen "schnappen". Falls das nicht der Fall ist, solltest du die Ruderausschnitte auf Ihre Geradheit prüfen und gegebenenfalls nacharbeiten - ein schnappendes Ruder ist sehr unangenehm zu fliegen.


[Zurück zur Übersicht]

1.8 Die Winglets

Wie auch die Ruder solltest du die Winglets vollständig mit Paketband - und für rauhere Bedingungen auch Strappingtape - bespannen. Erst hierdurch werden sie bruchfest! Für die Befestigung ist Uhu Por sehr gut geeignet.


[Zurück zur Übersicht]

1.9 Einstellen des Schwerpunktes

Bevor du Deine ersten Flugversuche unternehmen kannst, musst du unbedingt noch den Schwerpunkt des Fliegers korrekt eingestellen, da Nuris hier prinzipiell ziemliche Sensibelchen sind.
  • Mache dir auf der Fliegerunterseite eine Markierung ca. 30cm von der Fliegerspitze entfernt
  • Versuche den Flieger auf dieser Markierung zu balancieren
  • Kippt er nach vorne oder hinten weg, musst du entsprechend Trimmgewichte am Flieger anbringen, oder schwere Komponenten wie den Akku etwas vor- bzw. zurückschieben.
  • Veränderte Winglets, Ruder und vor allem Ausschnitte für Propeller verschieben den Schwerpunkt. Hier hilft leider nur ausprobieren - du solltest auf jeden Fall weiter vorne anfangen.
Mit dieser Schwerpunkteinstellung sollte sich Dein Zelebanu anständig benehmen - im Laufe der ersten Flüge kannst du den Schwerpunkt im Millimeterbereich immer weiter nach hinten nehmen, bis du den für dich besten Kompromiss zwischen Gleitverhalten und Handling gefunden hast. Achtung: sobald der Schwerpunkt einen gewissen Punkt nach hinten überschreitet, wird der Flieger unkontrollierbar!

[Zurück zur Übersicht]

1.10 Einstellen der Ruderausschläge

Die Ruderausschläge des Zelebanu kannst du nach der folgenden Tabelle einstellen - die Aerodynamiker unter euch mögen mich bitte nicht für die Verwendung der Begriffe steigen und sinken schlagen ;-) Die maximalen Ausschläge sollten für den Anfang bei ca. +- 30° liegen - danach kannst du je nach Geschmack feintunen.

  1. Neutralstellung / Gleiten: Steuerknüppel in Neutralstellung.
    Alle Ruder zeigen minimal nach oben (0-3mm)
  2. Steigen: Steuerknüppel zurückgezogen.
    Beide Querruder gehen nach oben. Die Wölbklappen bleiben neutral - sie werden nicht benötigt.
  3. Sinken: Steuerknüppel vorgedrückt.
    Beide Querruder gehen nach unten. Die Wölbklappen bleiben neutral - sie werden nicht benötigt.
  4. Rechtskurve: Steuerknüppel nach rechts.
    Rechtes Querruder und Wölbklappe nach oben / Linkes Querruder und Wölbklappe nach unten. Die Wölbklappen assistieren nur - wer sie nicht eingebaut hat kommt auch ohne sie um die Kurve.
  5. Linkskurve: Steuerknüppel nach links.
    Linkes Querruder und Wölbklappe nach oben / Rechtes Querruder und Wölbklappe nach unten. Die Wölbklappen assistieren nur - wer sie nicht eingebaut hat kommt auch ohne sie um die Kurve.
  6. Bremsen / Auftrieb erhöhen: Je nach Fernsteuerung...
    Beide Wölbklappen gehen nach unten / die Querruder zum Ausgleich etwas nach oben (wie stark musst du ausprobieren). Durch diese Klappenstellung wird sowohl der Auftrieb als auch der Luftwiderstand des Flügels erhöht. Diese Stellung ist sehr hilfreich um schwer beladene Flieger auf engem Raum zu landen - er wird gebremst und gleichzeitig die Mindestfluggeschwindigkeit stark verringert.

[Zurück zur Übersicht]

1.11 Einfliegen und Fehlersuche

Für das Einfliegen empfehle ich dir auf einen Tag mit nicht allzu böigem Wind zu warten und dir eine große Wiese auszusuchen (mit Erlaubnis des Eigentümers natürlich). Gestartet und gelandet wird immer gegen den Wind!
  • Es gibt einige Methoden einen Nuri zu werfen - ich persönlich klebe mir gerne ein kleines EPP oder Holz Klötzchen hinten unter die Fliegermitte und halte den Flieger daran mit Daumen und Mittelfinger fest, während der Zeigefinger gegen die Fliegerhinterkante drückt. Die Methode erlaubt sehr sauberes und kraftvolles werfen ähnlich einem Speer - nur bei Wind kann man den Flieger damit kaum halten.
  • Wirf den Flieger mit leicht gezogenem Höhenruder (3-5mm Ruderausschlag nach oben) und beobachte sein Verhalten:
    • Leichter Steigflug: Alles Bestens.
    • Extremer Steigflug mit anschließendem, unkontrollierbarem Abkippen: Der Schwerpunkt ist vermutlich viel zu weit hinten - verlagere ihn deutlich nach vorne.
    • Extremes sinken: Der Schwerpunkt ist vermutlich viel zu weit vorne - verlagere ihn etwas nach hinten.
  • Wenn bis hier her alles geklappt hat, wirf den Flieger wieder hoch und lasse ihn anschließend etwas Fahrt aufnehmen. Bringe nun das Höhenruder in Neutralstellung:
    • Der Flieger gleitet in einem flachen Winkel einfach weiter: Alles Bestens.
    • Der Flieger beginnt zu steigen: Trimme das Höhenruder weiter nach unten.
    • Der Flieger beginnt immer schneller zu sinken: Trimme das Höhenruder weiter nach oben.
  • Weiter geht es mit dem Geradeausflug - wirf den Vogel wieder nach oben und bringe alle Ruder in Neutralstellung:
    • Der Flieger fliegt sauber geradeaus: Alles Bestens.
    • Der Flieger fliegt von alleine nach links oder rechts: Passe die Trimmung der Seitenruder entsprechend an. Achtung: falls du quer zum Wind fliegst, kannst du den Flieger zwar darauf trimmen entsprechend gegenzuhalten - Sinn macht das natürlich keinen, denn der Flieger fliegt seine Banane dann halt sobald du die Richtung etwas änderst oder der Wind es sich anders überlegt.
  • Falls du mit Motor fliegst, solltest du noch die Reaktion des Fliegers auf das Anschalten des Motors prüfen:
    • Der Flieger fliegt mit angeschaltetem Motor genau so wie auch beim Gleiten: Alles Bestens.
    • Der Flieger beginnt zu steigen: Der Motor zeigt zu stark nach oben (hinten) - biege die Motorhalterung so, dass der Motor etwas weiter nach unten zeigt.
    • Der Flieger beginnt zu sinken: Der Motor zeigt zu stark nach unten (hinten) - biege die Motorhalterung so, dass der Motor etwas weiter nach oben zeigt.
    • Der Flieger geht in den Kurvenflug über: Der Motor zeigt nicht exakt gerade nach hinten - schraube die Halterung korrekt an oder biege sie entsprechend etwas nach.
  • Falls du eines der Probleme trotz korrektem Schwerpunkt und Trimmversuchen nicht in den Griff bekommst, solltest du Deinen Nuri auf Verzug prüfen - wenn auch das nicht der Grund ist einfach Mail an mich: christian@epp-versand.de

[Zurück zur Übersicht]

Viel Spaß!
Fragen? Verbesserungsvorschläge? Bilder deines Modells? Immer her damit: christian@epp-versand.de

Christian Knüll / Heidelbergerstr. 6 / 74746 Höpfingen / Deutschland / christian@epp-versand.de